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KOMPETENZ
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WACHSTUM
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KREATIVITÄT
Nutzbar machen,
theoretisch + praktisch.
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Versicherungsfachmann / IHK

ERLAUBNIS NACH § 34d DER GEWO

Sie möchten als Quereinsteiger in der Versicherungsbranche durchstarten und die Prüfung zum Versicherungsfachmann vor der IHK ablegen? Um eine Gewerbeerlaubnis als Versicherungsvermittler oder Versicherungsmakler von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu erhalten, erfüllen Sie folgende Voraussetzungen:

  • Sie sind zuverlässig.
  • Sie weisen nach, dass Sie schuldenfrei sind.
  • Sie haben eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen.
  • Sie verfügen über das nötige Fachwissen.

SACHKUNDENACHWEIS

Ihr Fachwissen können Sie unter anderem durch die Sachkundeprüfung zum Versicherungsfachmann IHK nachweisen. Dies ist kein Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.

Es handelt sich dabei um eine reine IHK-Prüfung, mit der Sie Ihr Wissen in der Versicherungsvermittlung unter Beweis stellen. Um an der Prüfung teilzunehmen, müssen Sie keine besonderen Voraussetzungen erfüllen.

Interessiert? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

PRÜFUNGSINHALTE
SCHRIFTLICHER PRÜFUNGSTIEL
Schriftliche Prüfung
MÜNDLICHER PRÜFUNGSTIEL
Mündliche Prüfung

ERLAUBNIS NACH § 34d DER GEWO

Die Prüfung zum Versicherungsfachmann IHK legen Sie vor einer Industrie- und Handelskammer ab. Die Inhalte der Prüfung hat der Gesetzgeber in Anlage 1 der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) festgelegt. Im Rahmenplan sind alle Prüfungsinhalte detailliert als Lernziele aufgelistet. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil.

Im schriftlichen Prüfungsteil zeigen Sie Ihr versicherungs-fachliches Know-how. Die Prüfungsaufgaben beziehen sich auf Fragen und Probleme, die Sie aus Ihrem Berufsalltag kennen.

Der schriftliche Prüfungsteil umfasst gemäß § 1 Absatz 2 Nr. 2 VersVermV:

  • rechtliche Grundlagen
  • sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen wie
  • gesetzliche Rentenversicherung,
  • private Vorsorge durch Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung,
  • Grundzüge der betrieblichen Altersvorsorge (Direktversicherung und Pensionskasse durch
  • Entgeltumwandlung),
  • staatliche Förderung und steuerliche Behandlung der privaten Vorsorge und der durch Entgeltumwandlung
  • finanzierten betrieblichen Altersvorsorge.
  • Unfall-, Kranken-, Pflegeversicherung
  • verbundene Hausrat- und verbundene Gebäudeversicherung,
  • Haftpflicht-, Kraftfahrt- und Rechtsschutzversicherung.

Grundlage der Prüfungsaufgaben sind die Versicherungs-bedingungen der fiktiven Versicherung Proximus AG. Die darin enthaltenen Tarife sind für die Sachkunde-prüfung nicht prüfungsrelevant.

Die geschlossenen Aufgaben (Multiple Choice) des schriftlichen Prüfungsteils beantworten Sie am PC. Folgende Fragetypen sind möglich:

Einfachwahlaufgabe (Single Choice) – eine Antwortmöglichkeit ist richtig.
Mehrfachwahlaufgabe (Multiple Choice) – mehrere Antwortmöglichkeiten sind richtig.
Kurzantwortaufgabe – ein Rechenergebnis oder Datum ist einzutragen.
Der schriftliche Prüfungsteil besteht aus fünf Sachgebieten, die auf zwei Prüfungsteile verteilt sind (§ 1 Absatz 2 Nr. 2 VersVermV):

Teil 1 (90 Min.)
1. Rechtliche Grundlagen
2. Sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen:

gesetzliche Rentenversicherung,
private Vorsorge durch Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung,
Grundzüge der betrieblichen Altersvorsorge (Direktversicherung und Pensionskasse durch Entgeltumwandlung) sowie
staatliche Förderung und steuerliche Behandlung der privaten Vorsorge und der durch Entgeltumwandlung finanzierten betrieblichen Altersvorsorge.

3. Unfall-, Kranken-, Pflegeversicherung
Pause (20 Min.)

Teil 2 (70 Min.)
4. Verbundene Hausrat- und verbundene Gebäude-
versicherung
5. Haftpflicht-, Kraftfahrt-, Rechtsschutzversicherung

Sie haben den schriftlichen Prüfungsteil bestanden, wenn Sie in vier von fünf Bereichen jeweils mindestens 50 Prozent und in dem weiteren Bereich mindestens 30 Prozent der erreichbaren Punkte erzielt haben (§ 3 Absatz 5 VersVermV).

Im praktischen Prüfungsteil weisen Sie nach, dass Sie Ihr fachliches Wissen in einem Beratungsgespräch kunden-gerecht anwenden können. Grundlage des Gesprächs ist eine der zwölf Fallvorgaben, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlicht hat.

Der praktische Prüfungsteil umfasst gemäß § 1 Absatz 2 Nr. 1 VersVermV in der Kundenberatung folgende Punkte:
Bedarfsermittlung, Lösungsmöglichkeiten sowie Produktdarstellung und Information.

Der praktische Prüfungsteil simuliert ein Kundenberatungs-gespräch in Form eines Rollenspiels. Als Grundlage dient eine der zwölf Fallvorgaben, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlicht hat. Der Prüfer wählt die Fallvorgabe aus.

Nach einer Vorbereitungszeit beraten Sie in einem
20-minütigen Gespräch einen Alltagskunden, der von einem Prüfer gespielt wird. Ziel des Gesprächs ist, eine kundengerechte Lösung zu entwickeln und anzubieten.

Sie können zwischen zwei Sachgebieten wählen:

Vorsorge – umfasst die Sparten Lebens-, private Renten-, Unfall-, Berufsunfähigkeits-, Kranken-, Pflegeversicherung.
Sach- und Vermögensversicherung – umfasst die Sparten Haftpflicht-, Kraftfahrt-, verbundene Hausrat-, verbundene Gebäude-, Rechtsschutzversicherung.

Zur Bewertung des praktischen Prüfungsteils wird der Protokollbogen des DIHK verwendet.