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KOMPETENZ
Sinnvoll einsetzen,
fachlich + menschlich.
WACHSTUM
Gezielt fördern,
persönlich + beruflich.
KREATIVITÄT
Nutzbar machen,
theoretisch + praktisch.
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Finanzanlagenfachmann / IHK

ERLAUBNIS NACH § 34f DER GEWO

Sie möchten als Finanzanlagenvermittler tätig werden und Ihren Abschluss zum Geprüften Finanzanlagenfachmann IHK machen? Um Ihre Gewerbeerlaubnis als Finanzanlagenvermittler von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu erhalten, müssen Sie folgende Voraussetzungen nachweisen:

  • Sie sind zuverlässig.
  • Sie können beweisen, dass Sie schuldenfrei sind.
  • Sie haben eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen.
  • Sie verfügen über die nötige Sachkunde.

SACHKUNDENACHWEIS

Ihre Sachkunde können Sie nachweisen

Interessiert? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

PRÜFUNGSINHALTE
SCHRIFTLICHER PRÜFUNGSTIEL
Schriftliche Prüfung
MÜNDLICHER PRÜFUNGSTIEL
Mündliche Prüfung

Ihren Abschluss zum Finanzanlagenfachmann IHK legen Sie vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) ab. Die Inhalte hat der Gesetzgeber in Anlage 1 der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) festgelegt. Sie sind im Rahmenplan detailliert als Lernziele aufgelistet. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil.

In der schriftlichen Prüfung zeigen Sie Ihr Fachwissen. Die Prüfungsaufgaben beziehen sich auf folgende Bereiche:

  • Beratung und Vermittlung von Finanzanlagen (Basisteil)
  • Offene Investmentvermögen im Sinne des §1 Abs. 4 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) (Kategorie 1)
  • Geschlossene Investmentvermögen des §1 Abs. 5 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) (Kategorie 2)
  • Vermögensanlagen im Sinne des §1 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) (Kategorie 3)Die Sachkundeprüfung müssen Sie nicht zwingend in allen genannten Bereichen ablegen: Sie kann je nach Umfang der gewünschten Erlaubnis auf einzelne Bereiche beschränkt werden.
    Die Prüfungsfragen und -termine sind bundeseinheitlich.

Die geschlossenen Aufgaben (Multiple Choice) des schriftlichen Prüfungsteils beantworten Sie am PC. Folgende Fragetypen sind möglich:
Einfachwahlaufgabe (Single Choice) – eine Antwortmöglichkeit ist richtig.
Mehrfachwahlaufgabe (Multiple Choice) – mehrere Antwortmöglichkeiten sind richtig.
Kurzantwortaufgabe – ein Rechenergebnis oder Datum ist einzutragen.
Der schriftliche Prüfungsteil besteht aus fünf Sachgebieten, die auf zwei Prüfungsteile verteilt sind (§ 1 Absatz 2 Nr. 2 VersVermV):
Teil 1 (90 Min.)
1. Rechtliche Grundlagen
2. Sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen:

  • gesetzliche Rentenversicherung,
  • private Vorsorge durch Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung,
  • Grundzüge der betrieblichen Altersvorsorge (Direktversicherung und Pensionskasse durch Entgeltumwandlung) sowie
  • staatliche Förderung und steuerliche Behandlung der privaten Vorsorge und der durch Entgeltumwandlung finanzierten betrieblichen Altersvorsorge.
    3. Unfall-, Kranken-, Pflegeversicherung

Pause (20 Min.)

Teil 2 (70 Min.)
4. Verbundene Hausrat- und verbundene Gebäude-
versicherung
5. Haftpflicht-, Kraftfahrt-, Rechtsschutzversicherung
Sie haben den schriftlichen Prüfungsteil bestanden, wenn Sie in vier von fünf Bereichen jeweils mindestens 50 Prozent und in dem weiteren Bereich mindestens 30 Prozent der erreichbaren Punkte erzielt haben (§ 3 Absatz 5 VersVermV).

Im praktischen Prüfungsteil zeigen Sie, dass Sie Ihr fachliches Wissen in einem Beratungsgespräch mit dem Kunden anwenden können. Grundlage des Gesprächs ist eine der zwölf vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlichten Fallvorgaben.
Beim praktischen Prüfungsteil werden gemäß FinVermV in der Kundenberatung diese Kenntnisse von Ihnen gefordert:

  • Sie erstellen ein Kundenprofil und ermitteln den Kundenbedarf.
  • Sie zeigen Lösungsmöglichkeiten auf.
  • Sie präsentieren passende Produkte und informieren den Kunden darüber.

Im schriftlichen Prüfungsteil zeigen Sie, dass Sie fachliche und rechtliche Kenntnisse besitzen und diese anwenden können. Die Prüfung können Sie – abhängig vom Standort – am PC oder in Papierform ablegen. Eine PC-Prüfung hat den Vorteil, dass Sie Ihr Ergebnis sofort im Anschluss erhalten. Zudem sind menschliche Fehler dank der maschinellen Auswertung ausgeschlossen.
Die Prüfung zum Finanzanlagenfachmann IHK können Sie abhängig vom gewünschten Umfang der Erlaubnis auf einzelne der folgenden Finanzanlagekategorien
(§ 1 Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV)) beschränken:

  • Offene Investmentvermögen im Sinne des §1 Abs. 4 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) (Kategorie 1)
  • Geschlossene Investmentvermögen des §1 Abs. 5 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) (Kategorie 2)
  • Vermögensanlagen im Sinne des §1 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) (Kategorie 3)
    Für eine Erlaubnis für die Kategorie 3 muss die Prüfung auch Kategorie 2 umfassen (§ 3 Abs. 2 Nr. 3 Satz 3 FinVermV). Der Bereich Beratung und Vermittlung von Finanzanlageprodukten (Basisteil) ist immer Pflicht.
    Sie haben den schriftlichen Prüfungsteil bestanden, wenn Sie in allen Bereichen, für die Sie sich angemeldet haben (inkl. Basisteil), jeweils mindestens 50 Prozent der erreichbaren Punkte erzielt haben (§ 3 Absatz 7 FinVermV). Haben Sie den schriftlichen Prüfungsteil nicht bestanden, werden Sie nicht zum praktischen Prüfungsteil zugelassen.